Forscher erwarten 3,2 Prozent Wachstum
Das Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW) erwartet eine weiterhin kräftige Fortsetzung des Aufschwungs in Deutschland. Vor allem wegen der sehr günstigen Frühindikatoren heben wir unsere Prognose abermals an und rechnen nun für das laufende Jahr mit einem Anstieg des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 3,2 Prozent statt um 2,8 Prozent, schreiben die Konjunkturforscher in ihrer jüngsten Prognose. Zahlen, wie es sie zuletzt im Boomjahr 2000 gab.
Wirtschaft profitiert von moderaten Lohnabschlüssen
Als wichtigen Grund für die Anhebung der Prognose nannte das IfW die mittlerweile vorliegenden und bis weit in das kommende Jahr hineinreichenden Lohnabschlüsse, die alles in allem moderater ausgefallen seien als erwartet. Zudem zeichneten nahezu alle Indikatoren ein sehr positives Bild der aktuellen Konjunkturlage. Das reale BIP habe trotz der Mehrwertsteuererhöhung auch im ersten Quartal zugelegt.
Getrieben wird der Aufschwung allein von der Binnennachfrage, stellen die Kieler Forscher fest. Sie erwarten, dass vor allem die privaten Konsumausgaben im Jahresverlauf kräftig steigen und die Unternehmen ihre Investitionen erneut deutlich ausweiten werden. Auch im kommenden Jahr dürfte sich der Aufschwung fortsetzen. Die Forscher rechnen für 2008 mit einem Anstieg des BIP von 2,7 Prozent.
Erstmals wieder ausgeglichenes Staatsbudget
Die Einnahmen und Ausgaben des Staates werden nach Einschätzung des Kieler Instituts in diesem Jahr annähernd ausgeglichen sein. Im nächsten Jahr sei sogar erstmals seit 1989 mit einem leichten Überschuss zu rechnen. Dazu trage vor allem ein stark gestiegenes Steueraufkommen bei, aber auch der Überschuss bei der Bundesagentur für Arbeit. Zudem habe der Staat seine Ausgaben nur wenig erhöht, wohl aber die Mehrwertsteuer.
Quelle: www.tagesschau.de
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