Nach Ostern weitere Steuer-Razzien geplant
Einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge seien nach Ostern etwa 30 Razzien im Rahmen der Steuerhinterziehungsaffäre geplant, bei denen vor allem Familienstiftungen mit vielen Zu- und Abflüssen im Mittelpunkt stehen sollen. Hierzu sollen auch Beamte der Konzern- und der Großbetriebsprüfung herangezogen werden, da es sich um kompliziertere Fälle handele. Im Gegensatz zur ersten Durchsuchungswelle, bei der es hauptsächlich um schlummernde Stiftungen mit gut dokumentierten, nicht versteuerten Zinserträgen, ging, gehe es jetzt „gegen aktive Stiftungen“, so ein Ermittler.
Im Mai soll dann die dritte Durchsuchungs-Welle beginnen.
Mitte Februar nahmen die deutschen Behörden für eine Millionensumme Hunderte von Kundendaten der Liechtensteiner LGT Bank an, die auf Steuerhinterziehung in unzähligen Fällen hindeuteten. Gegen die Verdächtigen, unter ihnen der ehemalige Post-Chef Klaus Zumwinkel, wurden die Ermittlungen aufgenommen und ca. 120 Razzien durchgeführt. Die Ermittlungen haben bis heute dazu geführt, dass viele Verdächtige schon jetzt eine Selbstanzeige gemacht und Steuerschulden in Millionenhöhe nachgezahlt haben. Nach derzeitigem Stand sollen noch rund 450 Verfahren abgewickelt werden, die mit der LGT Bank in Zusammenhang stehen. Knapp 140 Selbstanzeigen liegen der Steuerfahndung Wuppertal und der Staatsanwaltschaft Bochum bereits vor.
Quelle: www.die-topnews.de
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